Glänzender Auftritt der Athletik-Akademie: 6 Medaillen bei internationalem Stapfer-Turnier

124 Jugendliche zwischen 8 und 23 Jahren aus Deutschland, Tschechien, Ungarn und Österreich nahmen an der 20. Auflage des angesehenen Günter Stapfer-Gedächtnisturnieres in Ranshofen teil. Die Organisatoren rund um Hermann Reinthaler zauberten wieder eine perfekte Kulisse, vor der auch 2 Mädchen und 9 Burschen der Athletik-Akademie zu Höchstleistungen aufliefen…

Goldig im doppelten Sinn des Wortes ging es schon bei den Jüngsten los. Freija Aflenzer, süße 8 Jahre jung, zeigte mit einer für ihr Alter schon sehenswerten Technik 12 kg Reißen und 16 kg Stoßen. Sie gewann damit ihren Jahrgang zwar im Alleingang, hätte aber auch die Wertung der um ein Jahr älteren Mädchen überlegen gewonnen!

 

Die zweite Goldmedaille eroberte Marianne Marschall in der Kategorie der 13-jährigen Mädchen. Sie schraubte mit 37 kg Reißen und 45 kg Stoßen (bei 44,2 kg Körpergewicht!) ihre Zweikampfbestleistung gleich um 11 kg in die Höhe.

Mit 10 Startern stark besetzt war der Jahrgang 2002 der Burschen. Hier holte sich Yannick Kiss mit neuen Bestmarken im Reißen (22 kg) und im Zweikampf (50 kg) überraschend Silber. Der Pechvogel dieser Kategorie war Florian Woschitz. Auf der Bühne alles richtig machend - sechs gültige, tadellose Versuche und eine Verbesserung seiner Zweikampfbestleistung um 5 kg – wurde er Opfer der Durchführungsbestimmungen des Wettkampfes. Diesem lag die Sinclair-Punkteliste der Männer zugrunde, die bei 32 kg Körpergewicht beginnt. Wäre hingegen die Punkteliste der Schüler zum Tragen gekommen (ab 23 kg), hätte er mit einer entsprechend höheren Punkteleistung Silber vor Yannik geholt. So wurde es in einem eng beieinander liegenden Feld „nur“ Rang 7.

Die Sensation aus Vereinssicht lieferte David-Stefan Babici, der bei den 12-Jährigen mit einer fehlerlosen Serie – 24 kg Reißen, 32 kg Stoßen und einer um 5 kg verbesserten Zweikampfleistung – und technischer feiner Arbeit redlich verdient Silber gewann. Ein echtes Kämpferherz bewies Patrick Wimmer. Nachdem er seinen ersten Stoßversuch auf 38 kg nicht lange genug fixieren konnte, stieß er sich die Last bei der Ausbesserung in den Rücken. Trotz Schocks und kaum Erholungszeit überwand er sich und schritt Sekunden vor Ablauf der Zeit auf die Bühne. Dort besann er sich seiner technischen Fähigkeiten und zeigte schließlich einen tadellosen Versuch, womit er sich im wahrsten Sinne des Wortes im letzten Augenblick Bronze erkämpfte.

Ganze 17 Athleten traten bei den 13-jährigen Burschen an. Und hier zeigte Maximilian Moldaschl einmal mehr sein großes Talent. Betreut von Bundestrainer Gerd Ottawa, der auch einige andere unserer Schützlinge coachte, zeigte er mit 60 kg Reißen, 73 kg Stoßen und 133 kg Zweikampf drei neue Bestleistungen und holte damit unsere dritte Silbermedaille. Mit 196,97 Punkten schrammte er dabei nur knapp an der 200 Punkte-Marke für die Auszeichnung als Master of Weightlifting vorbei. Mario Hengl ging in dieser Altersgruppe gehandicapt an den Start. Obwohl er zwei neue Bestmarken zeigte (44 kg Stoßen, 78 kg Zweikampf), konnte er aufgrund einer beim Radfahren verletzten Zehe nicht seine volle Stärke zeigen und wurde guter Fünfter.

Bis hierher, also bis zum Alter von 13 Jahren, hat sich gezeigt, dass eine vielseitige athletische Ausbildung ein Vorteil ist, um ganz vorne mitzumischen. Danach sollte jedoch die Spezialisierung auf das Gewichtheben erfolgen. Deshalb war für unsere „Gewichtheber-Fußballer“ in den Wertungen der 14- und 15-Jährigen auch nichts zu holen – die Athleten anderer Vereine haben sich da schon viel früher auf den Hantelsport festgelegt und damit einen Trainingsvorsprung herausgearbeitet. Das soll jedoch kein Vorwurf sein. Denn obwohl an diesem zweiten Wettkampftag einfach der „Wurm“ drinnen war, haben alle drei ihr Bestes gegeben.

Matthias Gregor bewies in der Gruppe der Jahrgänge 1999, dass sich das eifrige Training in den Ferien gelohnt hat. 34 kg Reißen, 49 kg Stoßen und 83 kg Zweikampf bedeuteten drei neue Bestleistungen und Platz 10. An 37 kg Reißen scheiterte er nur knapp – diese hätten die Führung in unserer internen Wertung des Junior-Steigerungspokals ergeben. „Mad Max“ Aflenzer war aufgrund eines Trainingsrückstandes noch verunsichert, zeigte aber im entscheidenden Moment Nervenstärke, als er 40 kg erst im dritten Reiß-Versuch gültig zur Hochstrecke brachte. Für ihn gab’s Platz 9.

Auch bei Florian Schindler lief es nicht nach Wunsch. Obwohl er mit 52 kg eine neue Reißbestmarke aufstellte, sah man deutlich, dass er kraftmäßig schon sehr viel weiter ist und schon bald einen großen Entwicklungssprung machen wird. Florian wurde bei den 1998er-Jahrgängen Achter und muss einfach nur dranbleiben…

Die Betreuer Leopold Höller, Stefan Weindl und Christian Fleis waren jedenfalls mit ausnahmslos allen hochzufrieden. Gekrönt wurde unsere Erfolgsbilanz durch die Teamwertung. Die gab es zwar offiziell nicht, doch sieht man sich den Medaillenspiegel an, liegen wir mit 2 x Gold, 3 x Silber und 1 x Bronze unter 20 teilnehmenden Mannschaften an der hervorragenden 4. Stelle – als bestes österreichisches Team! Und das, obwohl wir aufgrund von Urlauben einige heiße Medaillenkandidaten daheim lassen mussten…

Name JG KG R S Z Punkte Ergebnis
Freija Aflenzer 2005 23,8 12* 16* 28* 82,49 GOLD
Marianne Marschall 2000 44,2 37* 45* 82* 144,89 GOLD
Yannick Kiss 2002 33,4 22* 28 50* 128,30 SILBER
Florian Woschitz 2002 28,0 18* 24* 42* 113,24 7. Platz
David-Stefan Babici 2001 32,5 24* 32* 56* 148,28 SILBER
Patrick Wimmer 2001 46,0 31 38 69 127,33 BRONZE
Maximilian Moldaschl 2000 60,0 60* 73* 133* 196,97 SILBER
Mario Hengl 2000 39,9 34 44* 78* 165,20 5. Platz
Matthias Gregor 1999 48,1 34* 49* 83* 147,11 10. Platz
Maximilian Aflenzer 1999 55,6 40 55 95 149,11 9. Platz
Florian Schindler 1998 61,3 52* 67 119 173,51 8. Platz

Legende:

JG = Jahrgang, KG = Körpergewicht, R = Reißen, S = Stoßen, Z = Zweikampf

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2013-08-31 Int Stapfer-Turnier Protokoll
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