Nationalliga-Finale: Geheimhaltung versagt – Überraschung ausgeblieben

Es war praktisch unmöglich, im Finale der österreichischen Nationalliga gegen eine Vöest Linz zu bestehen, die elf 300-Punkte-Athleten in ihren Reihen zählt. Und gerade deshalb so reizvoll. Deshalb haben wir eine Geheimwaffe reaktiviert, mit der wir die Linzer überraschen und aus der Reserve locken wollten. Doch die Geheimhaltung versagte und so kam alles ganz anders…

Es war praktisch auch unmöglich, nach einer schweren Schulter-OP im Frühjahr so rasch wieder fit zu werden. Doch was ist für einen Werner Höller schon unmöglich? Zu verlockend war der Gedanke, seine Linzer Ex-Kollegen mit seinem Stammverein zu schlagen. Und so bereitete sich Werner intensiv und unter Geheimhaltung auf diesen Wettkampf vor.

 

Der Plan und die Voraussetzungen, um die Minimal-Chance zu nutzen: Linz musste uns aufgrund der Vorrunden-Ergebnisse unterschätzen, und bei uns musste alles zusammenlaufen und jeder Einzelne Höchstleistungen vollbringen. Beides traf nicht ein…

Wo auch immer die undichte Stelle saß – es sickerte durch, dass Werner wieder trainiert, weshalb Vöest kein Risiko einging und in stärkster Besetzung nach Tulln reiste. Und bei uns lief – bis auf Höller - gar nichts zusammen: Michi Steinböck erkrankte einen Tag vor dem Wettkampf – für ihn sprang Jürgen Pikola ein, der aber selbst mit Schulterproblemen kämpfte und seine blendende Verfassung nicht ausspielen konnte. Florian Doppler rutschte nach perfekter Vorbereitung zum unglücklichsten Zeitpunkt in eine Übertrainingsphase, Florian Koch war nach seinem Urlaub noch nicht in der Form und Sicherheit, mit der er uns im Frühjahr so viel Freude machte, und Max Moldaschl lag am Vortag noch mit Magen-Darm-Problemen im Bett.

Dennoch: angeführt von einem überragenden Werner Höller, der auf Anhieb wieder 300 Sinclair-Punkte schaffte, boten ALLE unter den gegebenen Umständen großartige Leistungen, was sich auch in der neuen Saisonbestleistung von 1.385 Punkten niederschlug. Wir können uns wahrlich keine Vorwürfe machen! Und für Max Moldaschl wird es sicher ein unvergessliches Erlebnis gewesen sein, gemeinsam mit seinem Trainer Jürgen Pikola in einer Mannschaft gestartet zu sein…


Bleibt uns nach der klaren 0:3-Niederlage nur, dem neuen und alten Nationalliga-Meister Vöest Linz anerkennend und respektvoll zu gratulieren – der Rückkampf wird wohl nur mehr Formsache sein, bei der wir wieder auf unseren jungen Weg zurückkehren werden.

Das Wettkampf-Protokoll
2014-09-27 MM F1 NLO HSV - Vöest Protoko
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