Sensationssieg in Linz: WKG-Gewichtheber gehen als Tabellenführer ins Finale

Was für ein Wettkampf auf höchstem Niveau! Da führt Serienmeister und Favorit Vöest Linz noch um 10 Punkte nach dem Reißen und dann diese furiose Aufholjagd unserer Jungs. Da konnte selbst EM-Medaillengewinner und WM-Starter Sargis Martirosjan, der an einem neuen österreichischen Rekord (184 kg Reißen) nur knapp scheiterte, nichts ausrichten…

Von Beginn an war die Anspannung bei allen Athleten und Betreuern spürbar. Jeder bemühte sich, bei seinen Steigerungen ein gesundes Maß aus Vorsicht und Risiko zu finden, weil es auf jeden Versuch, auf jedes Kilogramm ankam. Zur Halbzeit dann ein überschaubarer Rückstand, gerade mal umgerechnet 6 oder 7 kg. Es blieb nervenaufreibend. Mit jedem Stoßversuch schmolz der Linzer Vorsprung. Die Computer mit den Hochrechnungen der Strategen im Hintergrund glühten. Es galt, nicht nur Punkte aufzuholen, sondern soweit vorzulegen, dass der Linzer Schlussmann Martirosjan mit dem entscheidenden letzten Versuch nichts mehr ausrichten konnte.

Und das gelang. Nachdem Paradeathlet Philipp Forster den letzten WKG-Versuch auf hervorragenden 195 kg Stoßen (nur 2kg unter Bestleistung) erfolgreich abschloss, hätte Martirosjan unmögliche 221 kg stoßen müssen – er scheiterte dann bereits bei 211. Die Sensation war perfekt, und sie war das Ergebnis einer geschlossen starken Mannschaftsleistung. Nur Maximilian Moldaschl stellte mit 108 kg Reißen und 129 kg Stoßen neue Bestleistungen auf, aber ausnahmslos alle waren in ihrem absoluten Höchstleistungsbereich. In Summe ergab das eine neue Teambestleistung von erstmals über 1.700 Punkten (1.721,87) und einen verdienten 2:1-Sieg.

Dieser Wettkampf war finalwürdig – doch gewonnen ist noch nichts. Die letzte Entscheidung über den heurigen Bundesliga-Meister fällt am 25.11. in Stockerau.

Wettkampf-Protokoll
BL-R5 2017-09-16 Vöest Linz I - Langenle
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